Cloud-Exit und Vendor-Lock-in: Strategie und Checkliste
Kurz gesagt
Eine Cloud-Exit-Strategie beschreibt, wie ein Unternehmen Daten und Anwendungen in vertretbarer Zeit zu einem anderen Anbieter oder ins eigene Rechenzentrum verlagern kann. Sie senkt das Risiko von Vendor-Lock-in und wird von Regulierung wie DORA für Finanzunternehmen ausdrücklich verlangt.
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Woher Lock-in entsteht
Proprietäre Datenbanken und Serverless-Dienste, fehlende Infrastruktur als Code, Datenmengen mit hohen Ausgangsgebühren und Verträge ohne Exit-Regelung.
02
Checkliste für Ihre Exit-Strategie
1. Anwendungen nach Kritikalität und Abhängigkeit einstufen. 2. Infrastruktur vollständig als Code beschreiben. 3. Offene Standards bevorzugen, etwa Kubernetes und PostgreSQL. 4. Datenexport regelmäßig testen. 5. Exit-Klauseln und Fristen vertraglich festhalten. 6. Ein Ausweichziel benennen, etwa eine europäische Cloud.
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Eine Exit-Generalprobe bis zur fachlichen Abnahme durchführen
Ein erfolgreicher Datenexport beweist noch nicht, dass eine Anwendung am Ziel wieder nutzbar ist. Prüfen Sie auch Identitäten, Zertifikate, Integrationen und die fachliche Vollständigkeit der übernommenen Daten.
- 1Eine repräsentative Anwendung auswählen und zulässige Ausfallzeit sowie Datenverlust festlegen.
- 2Die Zielumgebung unabhängig vom bisherigen Anbieter bereitstellen.
- 3Daten übertragen und Unterschiede bei Formaten, Berechtigungen und Schnittstellen protokollieren.
- 4Die Anwendung mit repräsentativen Geschäftsvorgängen testen.
- 5Umschaltung, Rückfall und Entscheidungspunkte dokumentieren und die tatsächliche Dauer messen.
04
Aufwand über die gesamte Übergangsphase bewerten
Die Zielinfrastruktur ist nur ein Teil der Exit-Kosten. Berücksichtigen Sie Parallelbetrieb, Datenübertragung, Anpassungen an Anwendungen und die Arbeitszeit für Prüfung und Abnahme.
Vergleichen Sie Angebote deshalb anhand desselben Übergangsszenarios. Prüfen Sie vertragliche Entgelte und mögliche Befreiungen konkret, statt pauschal Ausgangsgebühren anzunehmen.
| Treiber | Zu klärende Frage |
|---|---|
| Datenänderungen | Wie werden Änderungen während der Übertragung nachgeführt? |
| Dienstabhängigkeiten | Welche Funktionen müssen am Ziel ersetzt werden? |
| Parallelbetrieb | Wie lange müssen beide Umgebungen verfügbar bleiben? |
| Vertragsende | Welche Unterstützung und Löschbestätigung sind vereinbart? |
05
Beispiel: Eine Auftragsdatenbank kontrolliert umschalten
Beispiel: Eine Auftragsanwendung wird zunächst mit einer vollständigen Datenkopie am Ziel aufgebaut und anschließend mit Änderungen nachgeführt. Zur Umschaltung werden Schreibzugriffe kurz angehalten und offene Geschäftsvorgänge abgeglichen.
Nach Freigabe des Zielsystems darf das Quellsystem nicht unkontrolliert wieder Schreibzugriffe annehmen. Ein Rückfallplan muss deshalb festlegen, wie bereits am Ziel entstandene Änderungen behandelt werden.
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Wie MAKONIS unterstützt
MAKONIS bewertet Lock-in-Risiken, plant Exit-Szenarien und setzt portable Plattformen auf Kubernetes um – in Azure, europäischen Clouds oder hybrid.
Häufige Fragen
Nein. Sie ist eine Absicherung. Die meisten Unternehmen bleiben, verhandeln aber mit einer glaubwürdigen Alternative besser.
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WeiterlesenInnovation aus München.Weltweit tätig.
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